Ronsdorf im Wandel der Zeiten : 1900 - 1997

 

 

Zeittafel für Wuppertal-Ronsdorf

(einschl. Blombach, Heidt, Konradswüste, Linde)

 

 

Stand: 30.05.2001

 

 

 

 

Um 1900

(WRO). In Ronsdorf sind rund 2.000 Bandstühle in Hausbandwirkereien eingesetzt.

 

1900

(WRO). Von 1900-1965 treffen sich Mitglieder der Freien Evangelischen Gemeinde Ronsdorf in einem Mietshaus an der Blombachstraße.

 

1900

(WRO). Die Hofschaften Conradswüste und Hammesberg werden aus der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ronsdorf ausgegliedert und bilden mit Laaken und Blombacherbach eine neue Gemeinde.

 

1900

(WRO). Die elektrische Beleuchtung startet Siegeszug. Es gibt in Ronsdorf 1.320 Glübirnen, doch schon 1908 werden 4.620 Glühbirnen gezählt.

 

21.09.1900

(WRO). Die Stadtbeordneten beschließen den Bau eines Restaurants an der Ronsdorfer Talsperre durch den Baununternehmer Benscheidt.

 

1901

(WRO). Die Stadtverordnetenversammlung beschließt den Bau eines größeren Schulgebäudes für die ‚höhere Stadtschule’. Das Gebäude wird auf einem von Gustav Adolf Scheidt erworbenen Grundstück an der Hochstraße, der späteren Scheidtstraße, errichtet und am 31.10.1901 eingeweiht.

 

1901

(WRO). Fertigstellung des Ausflugslokales an der Ronsdorfer Talsperre. Pächter ist bis zur Schließung 1957 die Familie Lücke.

 

1901

(WRO). Auf Holthausen bzw. im Saalscheid nimmt der Bergische Verein für Gemeinwohl eine Lungenklinik (Tuberkulose, Schwindsucht) als „Bergische Volksheilstätte“in Betrieb.

 

1902

(WRO). Freie Evangelische Gemeinde Ronsdorf schließt sich dem Bund Freier Evangelischer Gemeinden in Deutschland an.

 

1902

(WRO). An der Wolfskuhle, nahe der Parkstraße, 346 Meter über dem Meeresspiegel, und damit auf dem höchsten Punkt des Ortes, wird 1902/03 ein Wasserturm errichtet, der nach im Zweiten Weltkrieg entstandenen Schäden abgebrochen wird. Wassertürme wurden und werden übrigens immer auf der höchstmöglichen Stelle errichtet, damit bei Druckabfall oder Rohrbruch die Haushalte der Umgebung noch einige Zeit mit Wasser versorgt werden können, weil es nämlich ganz natürlich nach unten fließt. Fast spurlos verschwunden ist ein Aussichtsturm, der um 1900 in einem Park gegenüber der Gaststätte Jägerhof errichtet worden ist. Es dürfte die Stelle zwischen Wolfskuhle und dem neuen Lichtscheider Wasserturm sein, wo von der Oberbergischen Straße die Straße Am Knöchel abzweigt. Nur einen Steinwurf entfernt rahmt ein verwildertes Wäldchen eine kleine Freifläche ein.

 

26.08.1902

(WRO). Die erste „Elektrische“ fährt von Lichtscheid nach Ronsdorf.

 

1903

(WRO). Dampflokomotiven zogen ab 1891 Güter- und (selten) Personenwagen der Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn durch das Morsbachtal. Nun kommen Straßenbahnwagen der Barmer Bergbahn AG zum Einsatz.

 

Pfingsten 1903

(WRO,RS). Der Hammerschmied Ferdinand Flüs eröffnet in der Ortschaft Clemenshammer das Gartenrestaurant „Zur kühlen Quelle“ (später: „Zur Rutschbahn“).

 

1903

(WRO). Gerrit de Haas (ab 1920 als Treuhänder des niederländischen Konzerns Draka bei Reinshagen eingesetzt, ab 1937 Geschäftsführer) bei Amsterdam geboren.

 

1904

(WRO). Ausflugslokal Zillertal im Gelpetal errichtet.

 

10.11.1904

(WRO). Generalsuperintendent Umbeck weiht die neue evangelische Kapelle auf dem Lichtenplatz an der Oberen Lichtenplatzer Straße ein.

 

1905

(WRO). Gründung des Turn- und Spielvereins.

 

1905

(WCR,WRO). Das Kottensterben beginnt. Als eines der wenigen Relikte früherer Aktivitäten des bedeutenden Eisengewerbes in Saalbach- und Gelpetal ist der Schornstein des Jansen-Kottens erhalten geblieben. Ansonsten bezeugen nur die zahlreichen Hinweistafeln des frühindustriellen Lehrpfades die Geschichte. In der Nähe des einstigen Ausflugslokals "Bergisch Nizza", dessen Existenz der Kottenarbeit folgte und von dem selbst nur die Grundmauern erkennbar geblieben sind, steht auf einer Wiese einsam und allein ein mit Ziegeln gemauerter Schornstein, an dem die Jahreszahl 1858 und der Name 1. Jansen" abzulesen sind. Dort hat in der Spätzeit eine Fabrikanlage mit Dampfmaschine gestanden, übrigens die erste im ganzen Gelpetal. 1905, das Jahr des Kottensterbens, ist die Anlage abgerissen worden. Der Schornstein steht zwar unter Denkmalschutz, doch das behindert nicht den Verfall.

 

1907

(WRO). In Ronsdorf gibt es 92 Vereine, von denen einige den Ratskeller als Vereinslokal bezeichnen, so der MGV „Union“, der Turnerbund und militärische Vereine.

 

1908

(WRO). Die Evangelisch-Reformierte Gemeinde weiht in der Kirche an der Elias-Eller-Straße eine Orgel aus der Werkstatt von Wilhelm-Sauer ein.

 

02.10.1908

(WRO). Gustav Adolf Scheidt gestorben.

 

1910

(WRO). Ronsdorf hat ca. 15.000 Einwohner.

 

1910

(WRO). Gründung des Sportverein Jägerhaus-Linde.

 

1910

(WRO). Der Bergische Turnverein Ronsdorf-Graben richtet im Großen Holz das erste „Grabener Waldfest“ aus, nachdem 1909 die Idee geboren wurde, ein Fest zu feiern.

 

1910

(WRO). Errichtung des Jahn-Denkmals an der Turnhalle Scheidtstraße. Deutsche Turnerschaft 1860 erhält die Goldene Medaille der Stadt Ronsdorf.

 

1910

(WRO). Katholische Volksschule an der Friedrichstraße (heute Lilienstraße) errichtet. Später Sonderschule und Unterkunft für Asylbewerber. Abriß 1998.

 

1910

(WRO). Bis 1914 studiert der spätere Sprachphilosoph, Wissenschaftstheoretiker und Logiker Rudolf Carnap in Jena Mathematik, Physik und Philosophie

 

1911

(WRO). Ronsdorf wird an das Gemeinschaftskraftwerk Hattingen/Ruhr angeschlossen, um den steigenden Strombedarf decken zu können.

 

1912/13

(WRO). Die Stadt Ronsdorf baut am Hammesberger Weg eine dreiklassige Schule. Das alte Gebäude wird verkauft.

 

1914

(WRO). Carl Reinshagen verlegt das Kabelwerk Reinshagen von Barmen nach Ronsdorf zur Dickestraße, nachdem er das Gelände von der Familie Dicke übernommen hat.

 

1914/15

(WRO). Die Brüdergemeinde beschließt den Bau einer Einrichtung zur Betreuung alter und behinderter Menschen und baut das Altenheim „Friedenshort“.

 

1916

(WRO). Auf dem Gelände der ehemaligen lutherischen und schließlich städtischen Schule an der Bandwirkerstraße wird ein Gemeindehaus errichtet, dass dem Bombenangriff vom 30.05.1943 zu Opfer fiel. Danach blieb das Grundstück unbebaut.

 

1916

(WRO). Pyrotechnische Fabrik Moog zur Herstellung von Feuerwerkskörpern gegründet.

 

1919

(WRO). Das Elektrizitätswerk wird von der Stadt Ronsdorf für 30 Jahre an die Stadt Barmen verpachtet. Dieser Vertrag wird mit der Gründung der Stadt Wuppertal am 01.08.1929 ungültig, als alle Energieerzeuger im neuen Stadtgebiet zu einem Versorgungsbetrieb, dem Vorläuder der Wuppertaler Stadtwerke, zusammengeschlossen werden.

 

1919

(WRO). Wiederaufbau des Vereinsbetriebes der Deutschen Turnerschaft 1860 und Zusammenschluß mit dem Verein für Rasenspiele zum Turn- und Spielverein e.V.

 

1919

(WRO). Gründung der Naturfreunde-Bezirksgruppe Ronsdorf.

 

1921

(WRO). Die Naturfreunde weihen das Ronsdorfer Haus „Die Hütte“ ein und betreiben es bis zum Verbot 1933.

 

1921

(WRO). Das Ausflugslokal „Wolfskuhle“ erhält einen Saalanbau.

 

1922

(WRO). Der 27jährige Kirchenmusiker Heinz Keller übernimmt das Dirigat beim Männerchor Union für die nächsten 52 Jahre.

 

1922

(WRO). Spieler und Turner des Turn- und Spielvereins 1860 bauen an der Waldkampfbahn.

 

1923

(WRO). Dr. Wilhelm Schmidt wird Chefarzt des Ronsdorfer Krankenhauses.

 

1923

(WRO). Gartenbauverein „Im Disseltal“ gegründet.

 

1923

(WRO). Aufgrund einer Verbandsentscheidung gehen die 1919 zum Turn- und Spielverein fusionierten Clubs Verein für Rasenspiele und Turnerbund getrennte Wege. Die Rasenspieler behalten den Namen Turn- und Spielverein, unter Hinzufügung ihres Gründungsjahres 1905 (TSV 05). Die Besitzrechte der Waldkampfbahn werden gleichteilig unter beiden Parteien aufgeteilt. Die Besitzrechte sind noch Ende des 20. Jahrhunderts gültig.

 

1924

(WRO). Im Saalbachtal werden Roodekotten und Manneshammer abgerissen.

 

Um 1924

(WRO). Als die ersten Stumm- und Tonfilme aufkommen, beginnen im Saal des Ratskellers in der ersten Etage die Ratskeller-Lichtspiele, eines der bekanntesten Kinos in Ronsdorf.

 

1924

(WRO). Der Verein ehemaliger Textilfachschüler veranstaltet anläßlich des 25jährigen Jubiläums der Bandwirkerfachschule und des eigenen 20jährigen Bestehens eine historische Ausstellung, die Grundlage des späteren Ronsdorfer Heimatmuseums wird.

 

1925

(WRO). Gründung des Ronsdorfer Verkehrsvereins.

 

.09.1925

(WRO). Mit einem großen Festzug feiert Ronsdorf sein 180jähriges Stadtjubiläum.

 

03.12.1925

(WRO). In der Kapelle Sankt Josef auf dem Lichtenplatz wird der erste Gottesdienst gefeiert.

 

1926

(WRO). Gründung des Tennis-Club Blau-Weiß Ronsdorf.

 

1926

(WRO). Premiere für die Straßenbahnlinie Toelleturm - Lichtscheid - Friedensheim.

 

1926

(WRO). Der spätere Sprachphilosoph, Wissenschaftstheoretiker und Logiker Rudolf Carnap wird in Wien Dozent für Philosophie.

 

1926

(WRO). Die Volksbibliothek erhält nach verschiedenen Zwischenstationen im Rathaus ein festes Domizil.

 

1926

(WRO). Die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde richtet eine zweite Pfarrstelle ein.

 

1928

(WRO). Im Erbschloer Hof wird der Männergesangverein „Einigkeit“ Ronsdorf-Erbschloe geründet, dessen erster Dirgent Emil Rath wird.

 

30.07.1929

(WRO). Durch Gesetzesakt, einem Beschluß des Preußischen Landtages vom 29.07.1929, wird die Selbständigkeit der Gemeinden Barmen, Elberfeld, Vohwinkel, Ronsdorf (Auflösung des Kreises Lennep) und Cronenberg aufgehoben. Diese werden einschließlich des zu Lüttringhausen gehörenden Ortsteiles Beyenburg mit Wirkung ab 01.08.1929 zu einer gemeinsamen Stadt mit dem Namen „Barmen-Elberfeld“ vereinigt. Später erfolgt die Umbenennung in „Wuppertal“.

 

03.12.1929

(W). Erste Sitzung der neuen Stadtverordneten.

 

31.10.1932

(WRO). Das Ronsdorfer Amtsgericht wird aufgehoben.

 

1930

(WRO). Die Stadtbücherei zieht in den linken Seitenflügel des Rathauses um.

 

1931

(WRO). Der Sprachphilosoph, Wissenschaftstheoretiker und Logiker Rudolf Carnap erhält in Prag einen Lehrstuhl für Naturphilosophie.

 

21.02.1932

(WRO). Eröffnung des Ronsdorfer Heimatmuseums.

 

1933

(WRO). Nach der Machtergreifung verbieten die Nationalsozialisten neben vielen anderen Vereinen auch die Naturfreunde. Die Bezirksgruppe Ronsdorf verliert ihr Haus in Niederrengse an der Aggertalsperre.

 

1933

(WRO). Da der Ronsdorfer Sängerbund nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten seine Proben einstellen muss, kommen viele Sänger zum Männergesangverein „Einigkeit“ Ronsdorf-Erbschloe, der auf über 50 Mitglieder wächst. Musikdirektor A. Ahrweiler ist ein sehr bekannter Chorleiter.

 

1933

(WRO). Reinhard Luckey öffnet in seinem Haus, der ehemaligen Heidter Dorfschule, ein Cafe’ mit Gartenwirtschaft unter dem Namen „Zur alten Dörpfeldschule“. 1943 wird die Konzession aus Gründen der Wohnraumbeschaffung entzogen und das Cafe’ aufgegeben.

 

20.02.1933

(WRO). Der Ronsdorfer Bürger- und Verkehrsverein erhebt öffentlich die Forderung nach Wiederherstellung der kommunalen Selbstverwaltung. Er beschließt, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Ausgemeindung Ronsdorfs aus Wuppertal zu erreichen.

 

22.03.1933

(WRO). Die Jahreshauptversammlung des Ronsdorfer Bürger- und Verkehrsvereins bekräftigt nachdrücklich den Wunsch nach einer Selbständigkeit der Gartenstadt. Eine Woche später verabschieden die Teilnehmer einer Bürgerversammlung eine Entschließung an das Preußische Staatsministerium, Ronsdorf wieder souverän werden zu lassen.. Auch im Wuppertaler Rathaus in Barmen verhallen die Proteststimmen ungehört.Oberbürgermeister Julius Friedrich beschwichtigt die Menschen und stellt fest, daß ohne eine Neubildung des Kreises Lennep eine Ausgemeindung Ronsdorfs nicht möglich sei.

 

Nach 1933

(WRO). Die nationalsozialistischen Machthaber lösen alle Ortsausschüsse, den heutigen Bezirksvertretungen vergleichbar, auf und machen so in Ronsdorf die Fürsprecher für eine Eigenständigkeit mundtot.

 

1934

(WRO). Zusammenschluß der Turngemeinde und des Turnerbundes. Die Turner geben sich den Namen Deutsche Turnerschaft Ronsdorf 1860 e.V.

 

Ende 1935

(WRO). Der Sprachphilosoph, Wissenschaftstheoretiker und Logiker Rudolf Carnap emigriert nach Amerika, wo er in Chicago und Los Angeles lehrt.

 

1937

(WRO). Baubeginn für Sagan-Kaserne.

 

1937

(WRO). Die Ortsteile Graben und Mühle werden in die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Ronsdorf umgemeindet.

 

1937

(WRO). Neben dem Ratskeller an der Mittelstraße, der späteren Staasstraße, eröffnet das Kaufhaus Kühle. Vorher hatte dort das Haushaltswarengeschäft Ernst Kottsieper, dem der Spitzname „Ernstken Bollerwägelchen“ anhaftete, seinen Platz.

 

1937

(WRO). Gerrit de Haas wird Geschäftsführer der Carl Reinshagen Telefonschnur-, Kabel- und Gumiwerk KG, in die er 1920 24jährig als Treuhänder des holländischen Kabelkonzerns Draka eingetreten war.

 

1937

(WHE,WRO). Gründung der "Siedlergemeinschaft Konradswüste".

 

16.10.1937

(WRO). Gegen seinen Willen muß der Ronsdorfer Verschönerungsverein sein Gelände nördlich der Parkstraße an die Reichswehrmacht abtreten und erhält für die Enteignung eine Entschädigung von rund 93.000 Reichsmark.

 

1938

(WRO). Neben dem Ratskeller an der Mittelstraße, der späteren Staasstraße, und dort, wo heute Foto Monhof seinen Platz hat, hat bis 1938 die Gesellschaft „Erholung“, ein 1845 gegründeter, abgegrenzter Kreis von Honoratioren, ihr Domizil.

 

15.03.1938

(WRO). Die zweite Abteilung des Artillerieregimentes 76 aus Sagan zieht in die neue Saarburg-Kaserne, benannt nach der lothringischen Stadt (französisch: Sarrebourg) ein.

 

15.05.1938

(WRO). Die erste Abteilung des Artillerieregimentes 76 aus Sagan zieht in die neue Sagan-Kaserne ein.

 

30.05.1939

(WRO). In der Staasstraße eröffnen die Geaschwister Elias Monhof und Anna Halbach ein Fotogeschäft mit Fotostudio. Nach Zerstörung des Hauses am 30.05.1943 kann Elias Monhof erst 1952 das Geschäft an alter Stelle weiterführen. Tochter Esther Monhof-Vogel übernimmt das Geschäft 1970.

 

1940

(WRO). Der Männergesangverein „Einigkeit“ Ronsdorf-Erbschloe stellt wegen des Zweiten Weltkrieges seine Proben ein. Der Verein ist praktisch aufgelöst.

 

1940

(WRO). Früheres Wohnhaus von Stadtgründer Elias Eller (1690-1750) an Kleins Ecke abgerissen.

 

1941

(WRO). Das Haus der alteingesessenen Familie Löwenthal an der Elias-Eller-Straße 19 wird von der nationalsozialistischen Regime zu einem von 14 „Judenhäusern“ in Wuppertal erklärt, in denen jüdische Mitbürger zwangsweise bis zum Abtransport in die Gettos und Vernichtungslager leben mußten. Keiner der Deportierten kehrte nach dem Ende der Naziherrschaft zurück.

 

1942

(WRO). Das Artillerieregiment 76 verläßt die Sagan-Kaserne.

 

29./30.05.1943

(WRO). Der Zweite Weltkrieg: erster schwerer Luftangriff auf Ronsdorf und Barmen. Zerstört werden u.a.: Vereinshaus der reformierten Kirchengemeinde, Schule Kratzkopfstraße, Turnhalle Scheidtstraße, Altenheim Friedenshort, städtisches Altenheim.

Die Schule Hammesberger Weg wird zerstört, die Schule Laaken schwer beschädigt. Einzig nutzbar ist die 1939 zur „Deutschen Einheitsschule“ umgewandelte Schule Eschensiepen.

 

1943

(WRO). Den Luftangriff vom 30.05.1943 hat das Krankenhaus zwar nahezu unbeschädigt überstanden, doch geht es Haus für die Ronsdorfer Bevölkerung verloren,, weil die „Organisation Todt“ ein Lazarett einrichtet.

 

13. & 14.04.1945

(WBA,WRO). Amerikanische Truppen ziehen mit Tanks und Jeeps über Ronsdorf ins Wuppertal ein und sorgen für Kriegsende und Befreiung vom Nationalsozialismus. Die Geschichtsschreibung nennt auch das Wort Kapitulation.

 

15.04.1945

(WRO). Amerikanische Kampftruppen der 78. Infanteriedivision besetzen Ronsdorf. Gegen 14 Uhr tauchen, von Wermelskirchen kommend, die ersten Panzer an der Stadtgrenze auf und ziehen über die Remscheider Straße und über Langenhaus, Rädchen, Heidt, Holthausen ein.

 

14.05.1945

(WRO). Wiedereröffnung des Postschalters, Annahme von Zahlkarten und Postanweisungen, Funktionsfähigkeit des Postsparkassendienstes.

 

02.07.1945

(W). Die Post verkauft erstmals alliierte Postwertzeichen.

 

14.12.1945

(WRO). Das Wuppertaler Stadtamt für Leibesübungen erteilt die Genehmigung zur Wiederaufnahme des Turnbetriebes der Deutschen Turnerschaft 1860.

 

1945 - 1957

(WRO). Englische Soldaten belegen die Sagan-Kaserne.

 

1946

Wiedereröffnung der Bücherei als Freihandbücherei im ehemaligen Amtsgerichtsgebäude an der Erbschlöer Straße.

 

1946

(WRO). Nach dem Tod von Carl Trimpop übernimmt Willi Hillerkuß (bis 1956) die Geschäftsführung der Kohlenhandlung und des bahnamtlichen Rollfuhrunternehmen Trimpop. Das Ende kommt 1971.

 

27.01.1946

(WRO). Erste Jahreshauptversammlung der Deutschen Turnerschaft von 1860 nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

1948/49

(WRO). Bau der Ronsdorfer Tonhalle, kurz „TORO“ genannt, in der Krim. Angebote: Kinosaal, Kleinkunstbühne, Kabarett, Konzerte.

 

1949

(WRO). Der Wiederaufbauring Ronsdorf veranstaltet gemeinsam mit Sport- und Gesangsvereinen das erste Heimatfest nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

1949

(WRO). Zum 100. Geburtstag zählt der Gesangverein „Eintracht“ 118 aktive Sänger, eine zuvor und danach nie erreichte Zahl. Er übernimmt die Ausrichtung der „Holthauser Sängerkirmes“, die die 1808 aufgenommene Tradition der „Holthauser Bienenkirmes“ fortsetzt. Damals erhielt die Honschaft die Konzession für drei Markttage am ersten Wochenende im Juli.

 

29.04.1949

(WRO). Ein Protokoll des Ronsdorfer Verschönerungsvereins erzählt von Verhandlungen über die Rückgabe des ehemaligen Vereinsgeländes nördlich der Parkstraße, das von der Reichswehrmacht übernommen worden war.

 

22.05.1949

(WRO). Max Berg absolviert mit seinem Pferdefuhrwerk die letzte Paketpostfahrt. Am 23.05.1949 übernehmen Kraftfahrzeuge die Transporte zwischen Elberfeld und Ronsdorf.

 

12.11.1949

(WRO). Das wiederaufgebaute von der Inneren Mission übernommene evangelische Vereinshaus an der Bandwirkerstraße, das ab 1963 nach dem früheren reformierten Pfarrer Dürselen benannt ist, wird eingeweiht. Der erste Lob- und Dank-Gottesdienst findet am folgenden Tag statt.

 

1950

(WRO). Die Motorisierung der Paketpostzustellung beginnt.

 

1950

(WRO). Die Schule Hammesberger Weg wird sechsklassig wieder aufgebaut.

 

1950

(WRO). Nachdem die Gastwirtschaft Erbschlöer Hof nach dem Bombenangriff auf Ronsdorf am 30.05.1943 bis auf die Grundmauern niedergebrannt war, wird der Neubau mit Gaststätte eingeweiht.

 

22.09.1950

(WRO). Zur Vorbeugung gegen weitere Bauschäden beschließt das Presbyterium der lutherischen Gemeinde, den kriegsbedingt ohne Haube dastehenden Kirchturm mit einer festen Betonplatte zu versehen. Am ersten Advent erstrahlt ein hellerleuchteter Weihnachtsbaum die Turmspitze.

 

10.11.1950

(WRO). Premiere für den „Wochenspiegel vom Ronsdorfer Bezirksausschuss“, aus dem am 01.01.1956 die „Ronsdorfer Wochenschau“ wird. Initiatoren sind Mitglieder des Ronsdorfer Bezirksausschusses, die das Beispiel aus Lüttringhausen an den Verleger Matthias Halbach heran tragen.

 

1951

(WRO). Die Ronsdorfer Naturfreunde erwerben ein Haus auf der Luhnsfelder Höhe.

 

1951

(WRO). Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Hauptgebäude des Altenheimes „Friedenshort“ wird nach Wiederaufbau bezogen.

 

1952

(WRO). Der zur Jahrhundertwende ins Leben gerufene Weltgebetstag der Frauen, der jeweils am ersten Freitag im März begangen wird, hat in Ronsdorf Premiere, durch Frauen der evangelischen und freikirchlichen Gemeinden.

 

1952

(WR): Wiederaufbau der Schule Kratzkopfstraße abgeschlossen.

 

1953

(WRO). Wiederaufbau der lutherischen Kirche, zunächst ohne Turmhelm, abgeschlossen.

 

1954

(WRO). Stillegung der Straßenbahnlinie Toelleturm - Lichtscheid - Friedensheim.

 

1955

(WRO). Haus Heidt 49 mit der ehemaligen Schenkwirtschaft Krämer wegen Baufälligkeit abgerissen.

 

1955

(WRO). Hans Fischer, der am 01.02.1951 in Barmen eine Bäckerei eröffnet hatte, übernimmt die 1912 gegründete Bäckerei Penz an der Nibelungenstraße. Im Oktober 1987 übernimmt Sohn Hans-Gerd das Geschäft. Am 01.02.2001 wird 50. Geburtstag gefeiert.

 

1955

(WRO). Engelbert Buhr übernimmt den Ronsdorfer Jugendchor, der von 1967 bis 2000 den Namen des künstlerischen Leiters trägt.

 

1956

(WRO). Einweihung der wiederaufgebauten Turnhalle Scheidtstraße.

 

1956

(WRO). Der Christliche Verein Junger (Männer) Menschen übernimmt als alleiniger Nutzer das „Waterhüsken“ als Vereinsheim Kniprodestraße 10.

 

1956

(WRO). Die Talsperre im Saalbachtal wird von Trinkwasserversorgung abgekoppelt.

 

1956

(WRO). Die Bezirksvertretung Ronsdorf ruft die Vereine in Ronsdorf auf, unter ihrer Schirmherrschaft ein Heimatfest zu veranstalten. Der Arbeitsausschuß Ronsdorfer Heimatfest gründet sich.

 

01.01.1956

(WRO). Der „Wochenspiegel“ erhält den neuen Titel „Ronsdorfer Wochenschau“, bleibt Sprachrohr des Bezirksausschusses, später der Bezirksvertretung, und steht den örtlichen Vereinen und Organisationen für selbstverfasste Beiträge offen.

 

1957

(WRO). Nach dem ersten Heimatfest 1957 bildet sich aus dem Arbeitsausschuß der Ronsdorfer Heimatbund.

 

1957

(WRO). Der Touristenverein Die Naturfreunde weiht auf der Luhnsfelder Höhe ein Jugendfreizeitheim ein.

 

1957

(WRO). Das Restaurant an der Ronsdorfer Talsperre wird geschlossen, nachdem im Jahr zuvor der Trinkwasserspeicher aufgegeben worden ist.

 

1957

(WRO). Englische Soldaten verlassen die Sagan-Kaserne und die Bundeswehr übernimmt mit dem Feldjägerbataillon III das Kommando.

 

24.02.1958

(WRO). Offizielle Gründung Ronsdorfer Heimatbunds, der aus dem Arbeitsausschuß Ronsdorfer Heimatfest hervorgegangen ist. Erster Vorsitzender ist Wolfgang Hellmig.

 

17.03.1958

(WRO). Im Saal der Toro (Tonhalle Ronsdorf) findet die öffentliche Gründungsversammlung für den Ronsdorfer Heimatbund statt, der aus dem Arbeitsausschuß Ronsdorfer Heimatfest hervorgegangen ist. Den ersten Vorstand bilden: Wolfgang Hellmig, Dr. Wilhelm Schmidt, Trude Kirch-Hoppe, Paul Nolzen jr., Joel Monhof, Willy Müller, Carl Menke.

 

1958

(WRO). Der TSV Ronsdorf gewinnt den seit 1955 ausgespielten GA/WZ-Fußballpokal.

 

1959

(WRO). Der meterspurige Straßenbahnbetrieb zwischen Elberfeld und Ronsdorf wird eingestellt.

 

31.05.1959

(WHE,WRO). Stillegung der Straßenbahnlinien 4/14 Brändströmstraße - Toelleturm.

 

04.07.1959

(WBA,WHE,WRO). Stillegung der Barmer Bergbahn (Linie 10) zwischen Clef und Toelleturm und der Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn.

 

1959

(WRO). Baubeginn für das neue Verwaltungshaus auf dem Grundstück des alten Rathauses.

 

15.10.1959

(WRO). Die gewaltige, 296 m lange Brücke (Landstraße 419) über die durch das Blombachtal führende Autobahn 1 ist nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt und wird für den Verkehr freigegeben.

 

1960

(WRO). Einweihung des neuen Verwaltungshauses auf dem Grundstück des alten Rathauses. Ins Untergeschoß zieht die Stadtsparkasse, ins Obergeschoß die Bücherei, ein.

 

1960

(WRO). 100jähriges Bestehen der Deutschen Turnerschaft, gegründet als Turngemeinde zu Ronsdorf.

 

1962

(WRO). Die Gastwirtschaft Erbschlöer Hof schließt für immer.

 

1962

(WRO). Große Aufregung in Ronsdorf! Das selbständige Postamt soll dem Postamt in Barmen angegliedert werden. Die Bezirksvertretung lädt einen Vertreter der Oberpostdirektion Düsseldorf zur Sitzung ein, doch Postrat Wolff bestätigt den Beschluß und seine Wirkung ab 01.04.1962. Der Kundendienst soll sich nicht ändern.

 

1963

(WRO). Das Gemeindehaus der reformierten Kirchengemeinde an der Bandwirkerstraße wird nach dem früheren Pfarrer „Dürselenhaus“ genannt.

 

1963

(WRO). Das Soziale Hilfswerk übernimmt die Trägerschaft für die Senioren-Begegnungsstätte in der Erbschlöer Straße, im Haus des früheren Amtsgerichtes und der Polizei.

 

1963

(WRO). Die große Toreinfahrt des Feuerwehrturmes an der Talsperrenstraße wird durch eine kleine Türe ersetzt. Die Übungsfenster werden isoliert und verschlossen. Der Verfall beginnt.

 

1963

(WRO). Umbau des Postamtes. Vorübergehend sind vom 15.07.1963-23.07.1964 die wichtigsten Kundendienste im ehemaligen Gebäude der Sparkasse an der Lüttringhauser Straße 47 und die Paketdienste in der Kratzkopfstraße 3-7. Wiedereröffnung am 24.07.1964.

 

1964

(WRO). Gründung des katholischen Kindergartens an der Ecke Remscheider-/Lilienstraße. 1999 werden 75 Kinder in drei Gruppen betreut.

 

1965

(WRO). Freie Evangelische Gemeinde Ronsdorf weiht Gemeindehaus an der Bandwirkerstraße ein.

 

1965

(WRO). Die evangelisch-lutherische Kirche erhält den Namen Lutherkirche.

 

1965

(WRO). Die evangelische Kirchengemeinde gibt der kleinen Kirche an der Schenkstraße den Namen des populärsten Liederdichters Paul Gerhardt (1607-1667).

 

1965

(WRO). Der Bergische Turnverein Graben nimmt beim „Grabener Waldfest“ eine neue Allweg-Rodelbahn in Betrieb.

 

30.09.1967

(WRO). Das Stadtbad in Ronsdorf wird eröffnet.

 

1967

(WRO). Mitgliederversammlung des Ronsdorfer Heimatbundes beschließt Umbenennung in Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein e.V.

 

1967

(WRO). Engelbert Buhr gibt dem seit 1955 von ihm geleiteten Ronsdorfer Jugendchor seinen Namen, den der Chor bis 2000 trägt und dann als „Pro Musica Ronsdorf“ singt.

 

1967

(WRO). Die Renovierungsarbeiten am Pastoratsgebäude der reformierten Kirchengemeinde an der Kurfürstenstraße 6 sind beendet.

 

1967

(WRO). Die Bauarbeiten zur neuen, vierten katholischen Kirche der Pfarrgemeinde St. Joseph beginnen. Die Pläne stammen von dem Wuppertaler Architekten Arthur Hoffmann und die Stahlbetonhülle ist 1969 fertig. Der 40 m hohe Glockenturm besteht aus nahtlosem Betonguß! Das Hauptschiff ragt rechteckig am Hang auf.

 

1968

(WRO). Das zur Ruine verkommene ehemalige Ausflugslokal Haus Korizius an der Barmer Straße wird von der Freiwilligen Feuerwehr abgebrannt.

 

1968

(WRO). Nachdem er ein Jahr zuvor Pfarrer der lutherischen Kirchengemeinde geworden war, ergreift Werner Lenke die Initiative zum Bau eines Altenheimes an der Schenkstraße und empfiehlt die beiden evangelischen Gemeinden als Träger.

 

01.03.1968

(WRO). Erstmals beteiligen sich die Frauen der Katholischen Kirchengemeinde St. Joseph am Weltgebetstag der Frauen und geben der Veranstaltung einen ökumenischen Charakter.

 

1968

(WRO). Die Volksschule Kratzkopfstraße wird im Zuge der Schulreform zur Gemeinschaftsgrundschule. Die Schule Eschensiepen, später Zu den Erbhöfen, wird aufgelöst. Als einzige Schule im dortigen Bezirk bleibt die Schule Hammersberger Weg erhalten.

 

24.11.1968

(WRO). Letzte Filmvorführung im „Toro“, der früheren Tonhalle Ronsdorf.

 

1969

(WRO). Auf Anregung von Pfarrer Werner Klenke wird der „Verein der Freunde und Förderer deer Ronsdorfer Altenhilfe“ gegründet.

 

1969

(WRO). Weihe der neuen katholischen Kirche der Gemeinde St. Joseph.

 

1970

(WRO). Ausflugslokal an der Ronsdorfer Talsperre niedergelegt.

 

14.09.1970 (15.09.1970 MEZ)

(WRO). Der am 18.05.1891 in Ronsdorf geborene Sprachphilosoph, Wissenschaftstheoretiker und Logiker Rudolf Carnap stirbt in Santa Monica/USA.

 

20.10.1970

(WRO). Pfarrer Werner Lenke stellt die Pläne für einDiakoniezentrum vor, das aus Altenwohnungen, einem Alten- und Pflegeheim, einem Schwesterwohnheim und einem Kindergarten bestehen soll.

 

1971-1975

(WRO). Bau des Wohngebietes Rehsiepen.

 

1971

(WRO). Als Träger für das projektierte Diakoniezentrum an der Schenkstraße wird die „Evangelische Altenhilfe GmbH´“ gegründet. Als Gesellschafter fungieren die Evangelisch-lutherische Gemeinde (70 %), die Evangelisch-reformierte Gemeinde (20 %) und der Verein der Freunde und Förderer der Ronsdorfer Altenhilfe e.V. (10 %). Vorsitzender des Aufsichtsrates wird Initiator Pfarrer Werner Lenke.

 

1971

(WRO). Peter Kuhlendahl übernimmt den gleichnamigen Fleischereibetrieb von seinem Vater August.

 

1971

(WRO). Hotel-Restaurant „Rädchen“ neu erbaut. Im Mai 1943 war die Gaswirtschaft beim Bombenangriff auf Ronsdorf bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

 

1972

(WRO). Der 1910 gegründete Sportverein Jägerhaus Linde gründet eine Fussballabteilung.

 

02.10.1972

(WRO). Karin Kraus eröffnet das Frisurenstudio Lueg an der Lüttringhauser Straße. Am 01.01.2001 übernimmt Sohn Uwe Lueg den Salon.

 

1973

(WRO). Kahnfahrten auf dem Teich beim Ausflugslokal Zillertal im Gelpetal nicht mehr möglich.

1973. Die Wuppertaler Büchereien werden zusammengelegt und Ronsdorf zur Stadtteilbibliothek unter Führung der Zentralbibliothek in Elberfeld. 1980 werden 20.000 Bände und Tonträger gezählt.

 

19.03.1973

(WRO). Baubeginn für die Altenwohnungen des künftigen Diakoniezentrums Schenkstraße.

 

1974

(WRO). Unter dem Dach der Evangelisch-reformierten Gemeinde gründet sich ein Gospelchor unter dem Namen „Musik 74“.

 

01.08.1974

(WRO). Die ersten Mieter ziehen in die Wohnungen des Altenheimes Diakoniezentrum Schenkstraße ein.

 

11.11.1974

(WRO). Grafik-Designer Jo Budde macht sich mit einem Atelier selbstständig, aus dem sich später ein Atelier-Verlag entwickelt, der im Mai 1996 das „Ronsdorfer Sonntagsblatt“ aus der Taufe hebt.

 

1975

(WRO). Verlag und Redaktion der „Ronsdorfer Wochenschau“ ziehen von der Lüttringhauser Straße 11 zur Remscheider Straße 9 um.

 

1975

(WRO). Mit dem Abriß des alten fachwerklichen Haupthauses verschwindet auf Holthausen bzw. im Saalscheid die Bezeichnung „Lungenklinik“. Rehabilitation und Tumor-Nachsorge sind neue Aufgaben der LVA-“Klinik Bergisch Land“.

 

01.04.1975

(WRO). Karl (+1984) und Elfriede Konow und Burkhard und Birgit Rützenhoff, geborene Konow, übernehmen das Cafe`-Restaurant „Em Kömpken“ am Werbsiepen in der Nähe der Blombachtalbrücke.

 

01.09.1975

(WRO). Betriebsaufnahme der städtischen Tageseinrichtung für Kinder im Hause An der Blutfinke 4.

 

1976

(WRO). Günter Buschhaus (1922-1996), Josua Halbach und Kurt Schnöring werden mit dem Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland ausgezeichnet, weil sie sich um Denkmalpflege, Archivwesen, Landes- und Volkskunde, Sprachgeschichte, Museumspflege oder Naturkunde verdient gemacht haben.

 

08.04.1976

(WRO). Bezug der ersten Apartements im neuen Diakonie-Zentrum an der Schenkstraße.

 

12.05.1976 (21.05.1976)

(WRO). Das von der Evangelischen Altenhilfe Ronsdorf gGmbH getragene Diakonie-Zentrum an der Schenkstraße wird durch Oberbürgermeister Gottfried Gurland eingeweiht. Sein Grußwort: „Dieses Zentrum wird der diakonischen Arbeit neue Impulse und bessere Möglichkeiten geben, die für die Diakonie dringend notwendig sind. Schwere Aufgaben sind in der Zukunft zu lösen.“

 

.06.1976

(WRO). Radbegeisterte Hobbyfahrer starten zur ersten 36-Kilometer-Schleife Lüttringhausen - Goldenberg - Clarenbach - Halbach - Lüttringhausen, aus der sich 25 Jahre Viertalsperrenfahrten und der Anschluß als Abteilung Radtouristik an den TSV 05 Ronsdorf entwickeln.

 

1977

(WRO). Erstes Stadtteilfest unter dem Namen „Ronsdorfer Liefersack“ (Rongsdroper Lie`wersack). Mit dem auf dem Rücken getragenen Leinensack zogen einst die Hausbandwirker in das Tal der Wupper, um dort ihre Waren zu verkaufen. Auf dem Rückweg brachten sie Rohmaterial nach Ronsdorf.

 

1977

(WRO). In der neuen Großsiedlung Im Rehsiepen wird das evangelische Gemeindehaus auf den Namen „Paul-Schneider-Haus getauft. Der Namengeber war evangelischer Theologe, der 1939 nach jahrelangem Martyrium im Konzentrationslager Buchenwald zu Tode gefoltert worden ist. Schneider wurde als „Prediger von Buchenwald“ bekannt.

 

1977

(WRO). Beim „Grabener Waldfest“ des Bergischen Turnvereins Graben ist zum letzten Male der „Wassermann“ im Einsatz.

 

20.09.1977

(WRO). Die Bauarbeiten für die Gesamtschule an der Blutfinke beginnen.

 

30.06.1978

(WRO). Die Stadtverwaltung gibt das Ronsdorfer Krankenhaus auf, in dem 1980 ein ambulantes Dialyse-Zentrum eingerichtet wird.

 

1978

(WRO). Am Geburtshaus von Rudolf Carnap In der Krim 42 wird eine Erinnerungstafel an den Philosophen und Mathematiker enthüllt.

 

1979

(WRO). Nach einer Zeit an der Hordenbachstraße findet das „Grabener Waldfest“ des Bergischen Turnvereins Graben erstmals auf Neuland statt.

 

1979

(WRO). Das alte Haus „Am Tiekelowen“ muß dem Baum von vier Reihenhäusern Platz machen.

 

1979

(WHE,WRO). Im Zuge einer Neuordnung des Stadtgebietes verliert Ronsdorf die Gebiete Scharpenacken und Konradswüste an Heckinghausen.

 

27.12.1979

(WRO). Im Remscheider Hof treffen sich erstmals die Ronsdorfer Mundartfreunde um Günter Buschhaus.

 

1980

(WRO). Umbau des Postamtes an der Lüttringhauser Straße. Ausweichdomizil ist abermals das ehemaligen Sparkassengebäude an der Lüttringhauser Straße 47. Zum Postamt Ronsdorf gehört die Postdienststelle Lichtscheid. Im Einzugsbereich wohnen etwa 25.000 Menschen.

 

1980

(WRO). Das ehemalige Ronsdorfer Krankenhaus wird zum ambulanten Dialyse-Zentrum umgebaut.

 

1980

(WRO). Die Stadt Wuppertal übernimmt Wiesen- und Weidegelände am Ascheweg und verpachtet das Gelände in einzelnen Parzellen als Grabeland. Die Planungen für eine Kleingartensiedlung beginnen 1987.

 

1980

(WRO). Einweihung des Bandwirkerdenkmales vor dem Verwaltungshaus. Die beiden lebensgroßen Bronzefiguren, die ein Bandwirkerpaar darstellen und an Ronsdorf als Mittelpunkt des bergischen Bandgewerbes und der Heimbandwirkerei erinnern, wurden vom Düsseldorfer Bildhauer Max Kratz geschaffen.

 

26.04.1980

(WRO). Der Männerchor „Union“ weiht im Obergeschoss der Mützenfabrik Iserlohe an der Straße Zandershöfe 7 sein Clubheim ein.

 

1981

(WRO). Der TSV Ronsdorf gewinnt den seit 1955 ausgespielten GA/WZ-Fussballpokal.

 

1981

(WRO). Die Stadtteilbibliothek übernimmt die ehemaligen Räume der Stadtsparkasse im Erdgeschoß des Verwaltungshauses.

 

23.03.1981

(WRO). Das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation mit Sitz in Neu-Isenburg betriebt nach einer längeren Umbauphase das alte Ronsdorfer Krankenhaus als Dialysezentrum.

 

1982

(WRO). Der Sportverein Jägerhaus Linde errichtet in Eigenarbeit das Sportplatzhaus.

 

1983

(WRO). Hotelier Axel Deitermann gibt im Hotel Atlantik den Startschuß für eine Talkshow, die er 26mal bis 1995 veranstaltet. Bewährter Moderator war Hans-Walter Westebbe. Mit dem Verkauf des Hotels endet die Reihe.

 

08.-28.09.1983

(WRO). Anläßlich des 90jährigen Bestehens des Postamtes Ronsdorf ist in der Schalterhalle eine von Betriebsleiter Klaus Brausch initiierte Ausstellung zu sehen, die von Oberbürgermeister Gottfried Gurland eröffnet wird.

 

1984

(WRO). Die Schule Elias-Eller-Straße 48 stellt ihren Lehrbetrieb ein.

 

1984

(WRO). Das „Fima-Team“ um Sepp Maier startet mit seinem Fahrrad-Achter, auch Doppelvierer-Fahrrad genannt, zu einer Vatertagstour. Aus dem Himmelsfahrtsspaß wird eine bis 2000 dauernde Hilfsaktion für wohltätige Zwecke.

 

28.10.1984

(WRO). Auf dem Platz vor dem Verwaltungshaus wird um 15 Uhr eine englische Fernsprechzelle aus Wuppertals englischer Partnerstadt South Tynside (früher South Shields) in Betrieb genommen. Von der Insel ist Oberbürgermeisterin Catharina Cox nach Ronsdorf gekommen, die von der Wuppertaler Oberbürgermeisterin Ursula Kraus und Altoberbürgermeister Gottfried Gurland begleitet wird.

 

1985

(WRO). Mit Beginn der Partnerschaft mit der Remscheider Werkzeugfirma Gedore firmiert die Ronsdorfer Werkzeugfabrik als ‘Habero’ (Hermann Bremer Ronsdorf). Standort: Mühlengrund.

 

1985

(WRO). Das „Grabener Waldfest“ des Bergischen Turnvereins Graben auf Neuland wird von zwei auf drei Tage ausgedehnt.

 

15.10.1985

(WRO). Im Haus Breite Straße 7a wird der Erste-Welt-Laden eröffnet, der fünf Jahre später zur Elias-Eller-Straße 19 umzieht.

 

1986

(WRO). Jutta und Dieter Lübcke erwerben die alte Schule zwischen Elias-Eller- und Kurfürstenstraße für ihr Marketing-Service-Unternehmen BMS und einiger Tochterfirmen.

 

1986

(WRO). Übernahme des Vereins- und Jugendraumes der freiwilligen Feuerwehr an der Turnhalle Scheidtstraße durch die Deutsche Turnerschaft 1860.

 

1987

(WRO). Die Stadt Wuppertal beginnt mit Planungen für eine Kleingartensiedlung auf dem früheren Wiesen- und Weidegelände am Ascheweg, das als Grabeland verpachtet ist.

 

04.07.1987

(WRO). Das „Fima-Team“ um Sepp Maier überquert mit seinem Fahrrad-Achter, auch Doppelvierer-Fahrrad genannt, den Ärmelkanal von Calais nach Dover und erlangt damit internationale Aufmerksamkeit.

 

1988

(WRO). Klaus Moog verkauft seine Pyrotechnische Fabrik an die Piepenbrock Pyrotechnik GmbH (PPT).

 

22.11.1988

(WRO). Erich Fried, der nach Bert Brecht meistgelesene deutsche Lyriker des 20. Jahrhunderts und Shakespeare-Übersetzer, stirbt. Nach ihm wird später die Gesamtschule in Ronsdorf benannt.

 

1989

(WRO). Die Stadt Wuppertal realisiert eine Kleingartensiedlung am Ascheweg und der Kleingärtnerverein Ascheweg e.V. wird gegründet.

 

1989

(WRO). Gründung und Eröffnung des Bandwirkermuseums in der ehemaligen Fachschule unter Trägerschaft des Heimat- und Bürgervereins. Geistiger Vater ist Josua Halbach.

 

01.01.1990

(WRO). In Ronsdorf werden 23.694 Einwohner gezählt.

 

29.04.1990

(WRO). Der Männerchor „Union“ feiert im Obergeschoss der Mützenfabrik Iserlohe an der Straße Zandershöfe 7 den zehnten Geburtstag seines Clubheimes.

 

1991

(WRO). Die Fleischerei Kuhlendahl, bekannt durch Marktgeschäfte in Wuppertal, Velbert, Düsseldorf, Solingen und Ennepetal, schließt ihr einziges Ronsdorfer Ladengeschäft an der Lüttringhauser Straße.

 

1991

(WRO). Christa Kunze wird Vorstandsmitglied des Kreises kreativer Frauen Ronsdorf. 1948 in Herne geboren, zieht Christa Kunze 1975 nach Wuppertal, arbeitet von 1982-1984 für die Zeitschrift „Bergische Blätter“, gründet an der Wichlinghauser Oststraße die „Studio Galerie“, leitet von 1985-1992 Kurse bei der Katholischen Familienbildungsstätte Wuppertal.

 

1992

(WRO). Der Feuerwehrturm an der Talsperrenstraße 13 wird unter Denkmalschutz gestellt. In Fachkreisen wird er "Steigerturm" genannt und bis zur Sperrung Anfang der achtziger Jahre wurden darin Übungsschläuche getrocknet. Weiterhin dienen solche Türme für Hakenleiter- und Sprungtuchübungen und zum Abseilen. Um die Feuerrettungs- und Brandschutzübungen optimal und wirklichkeitsnah ableisten zu können, wurde der Ronsdorfer Turm den örtlichen Bauwerken höhenmäßig angepaßt und eine Hausfassadenimitation gefertigt.

 

1993

(WRO). Peter Alex gründet den Förderverein Ronsdorfer Talsperre.

 

1993

(WRO). Der Stadtbetrieb Feuerwehr übernimmt das ehemalige Schulgebäude Linde 26. Die Turnhalle wird weiter vom SV Jägerhaus-Linde benutzt.

 

04.1993

(WRO). Der Ronsdorfer Verschönerungsverein versucht erneut, dass enteignete Gelände nördlich der Parkstraße vom Rechtsnachfolger Bundeswehr bzw. der Bundesrepublik Deutschland zurück zu erhalten.

 

08.08.1993

(WRO). Gründung der Sport- und Spielgemeinschaft Ronsdorf e.V. (SSG). Sechs Jahre später sind in 15 Sportarten rund 400 Kinder und Jugendliche aktiv, die von 40 Übungsleitern und Helfer betreut werden..

 

1994

(WRO). In der „Bergischen Sonne“ auf Lichtscheid wird der Sporting Club gegründet.

 

1995

(WRO). Die Deutsche Turnerschaft 1860 übernimmt von der Stadt Wuppertal die Verwaltung der Sportanlage Scheidtstraße.

 

07.1995

(WRO). Der Ronsdorfer Verschönerungsverein, der durch einen Brief vom 02.05.1995 Unterstützung durch die Bezirksvertretung Ronsdorf erhalten hat, erhält vom Bundesverteidigungsministerium die Information, dass eine Rückgabe des früheren Eigentums abgelehnt wird, weil die Fläche als Pufferzone zwischen den eigentlichen Übungsflächen und angrenzender Bebauung benötigt wird.

 

1996

(WRO). Ausbau der ehemaligen Feuerwehrgarage an der Scheidtstraße zu einem Jugend- und Freizeitraum (50 qm) durch die Deutsche Turnerschaft 1860. Aufwand: 500 Stunden Eigenleistung.

 

1996

(WRO). Peter Alex spricht beim ersten amtlichen Besuch den neuen Oberbürgermeister Dr. Hans Kremendahl auf die Probleme um die Rettung der Ronsdorfer Talsperre an und findet Gehör.

 

1996

(WRO). Die Künstlerin Ulrike Riemer-Preis gründet die Malschule „Ronsdorfer Malkreis“ und bringt Menschen im Alter zwischen 16 und 80 Jahren Technik und Gestaltung bei.

 

.05.1996

(WRO). Gründung eines Fördervereins für die Jugendeinrichtung „Offene Tür“ der Katholischen Kirchengemeinde St. Joseph und Ausrichtung eines Basars. Erlös: 650 DM.

 

.05.1996

(WRO). Zum Muttertag erscheint im Jo Budde-Atelier-Verlag erstmals das „Ronsdorfer Sonntagsblatt“ als neue Wochenzeitung.

 

.07.1996

(WRO). An der Kocherstraße wird das „ZAM“, Zentrum für ambulante Medizin, gegründet.

 

1997

(WRO). Die bisher nach Diedenhofen, der lothringischen Stadt Thionville, benannte Kaserne an der Parkstraße trägt künftig den Namen Generaloberst.Hoepner-Kaserne, da die Bundeswehr die Sagan- und Saarburg-/Generaloberst-Hoepner-Kasernen zwischen Lichtscheid und Hahnerberg aufgegeben hat. Heerführer Erich Hoepner lebte von 1886-1944, war einige Zeit an der Adolf-Vorwerk-Straße wohnhaft und wurde im Zusammenhang mit dem Attentat auf Adolf Hitler vom 20.07.1944 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

 

01.01.1997

(WRO). Die Jugendfeuerwehr Ronsdorf gründet das Brandschutzkaspertheater, mit dem vielen Kindern Brandschutzmaßnahmen altersgerecht vermittelt werden. Die Einrichtung findet über Wuppertaler Grenzen hinweg Anerkennung und Beschäftigung.

 

.01.1997

(WRO). Beschäftigte der Barmer Ersatzkasse gründen den Verein Löwenzahn e.V. mit dem Ziel eine Kindertagesstätte für Mitarbeiter und Nachbarn auf dem Grundstück der BARMER-Hauptverwaltung an der Lichtscheider Strasse zu errichten. Einweihung am 24.09.1999.

 

19.01.1997

(WRO). Das Pfarrerehepaar Heike und Jan-Lüken Schmid wird mit einem Einführungsgottesdienst in der Evangelisch-reformierten Gemeinde begrüßt. Am 15.04.2000 heißt es, wieder Abschied zu nehmen.

 

1997

(WRO): Das „Fima-Team“ um Sepp Maier nimmt mit seinem Fahrrad-Achter erstmals an der „Hanse Tour“ zugunsten krebskranker Kinder in der Universitätsklinik Rostock teil. Bis zur letzten Teilnahme in 2000 werden insgesamt über 250.000 Mark gesammelt.

 

.08.1997

(WRO). Im Freizeitbad „Bergische Sonne“ werden neue, moderne Rutschen in Betrieb genommen und erweitern das vielfältige Angebot.

 

03.09.1997

(WRO). Gründung der Interessengemeinschaft „W.i.R.“ - Wir in Ronsdorf.